Zum dritten Jahrestag des vollumfänglichen Krieges in der Ukraine versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Regensburg am Neupfarrplatz, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu zeigen. Die Kundgebung, organisiert von Hromada Regensburg e.V., brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Hilfsorganisationen zusammen.
Auch Jürgen Mistol war vor Ort. Er würdigte den Widerstandswillen der Ukrainerinnen und Ukrainer und betonte die Bedeutung gemeinsamer europäischer Verantwortung. „Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeiten, sie müssen verteidigt werden. Gerade wir in Deutschland haben die Pflicht, uns entschieden gegen Aggression und Unterdrückung zu stellen“, erklärte Mistol.
Mit deutlichen Worten kritisierte er die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und stellte klar: „Die transatlantische Zusammenarbeit, die Partnerschaft, die bleibt essenziell, während aber Europa gleichzeitig seine sicherheitspolitische Eigenständigkeit stärken muss. Eine strategische Autonomie ist erforderlich, auf globale Unsicherheiten zu reagieren. Wir müssen militärisch unser Schicksal in die eigene Hand nehmen, und wenn ich von ‚wir‘ spreche, meine ich alle Europäer guten Willens.“
Zudem machte Jürgen Mistol deutlich, dass Deutschland die Ukraine weiterhin auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene unterstützen müsse. „Unsere Solidarität darf nicht nur aus Worten bestehen – sie muss sich in konkreten Maßnahmen widerspiegeln“, forderte der Grünen-Politiker.
Auch erinnerte er an die langfristigen Herausforderungen des Wiederaufbaus. „Es geht nicht nur darum, diesen Krieg zu überstehen, sondern auch darum, den Frieden nachhaltig zu sichern. Dazu gehört eine stabile demokratische Zukunft für die Ukraine“, sagte er.
Den Abschluss der Kundgebung bildete ein Friedensgebet sowie ein Schweigeminute für die Opfer des Krieges. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Regensburg weiterhin fest an der Seite der Ukraine steht.