Immer mehr Menschen interessieren sich für Wohnformen jenseits von Miete oder Eigentum. Das beweist die sehr gut besuchte Veranstaltung im Evangelischen Bildungswerk Regensburg zum Thema "Wie wollen wir in Zukunft in Regensburg wohnen und leben?“
Dabei hat Jürgen Mistol, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag zusammen mit Florian Plajer, dem Planungs- und Baureferenten der Stadt Regensburg, verschiedene Blickwinkel auf das Thema ausgeleuchtet.
Mistol machte deutlich, wie zentral das Thema gemeinschaftliches Wohnen für die Grünen ist. Neben dem Wohneigentum und dem Wohnen zur Miete ist das gemeinschaftliche Wohnen die dritte Säule der Wohnungspolitik. "Wir Grünen setzen uns seit Jahren dafür ein, dass genossenschaftliche Wohnformen eine stärkere politische Unterstützung erfahren. Gemeinschaftlichen Wohnformen wie etwa Genossenschaften tragen der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung. Lebensentwürfe sind vielfältig, Wohnungswünsche differenzieren sich. Gemeinschaftliches Wohnen erfüllt das Bedürfnis nach Sicherheit, steht für gemeinsame Verantwortung, ist aktive Altersvorsorge und schafft bezahlbaren Wohnraum", führt Mistol aus.
Aus diesen Gründen haben die Grünen bereits in der vergangenen Legislaturperiode ein umfassendes Antragspaket zu diesem Thema in den Landtag eingebracht. CSU und Freie Wähler haben die Anträge jedoch abgelehnt.
Im Anschluss nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, mit den beiden Referenten und Moderator Andreas Eckl vom Architekturkreis Regensburg ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen. Besonderen Applaus gab es für Stadträtin Maria Simon. Die Sprecherin der Grünen Stadtratsfraktion hatte die insgesamt zweiteilige Veranstaltungsreihe zum gemeinschaftlichen Wohnen mit hohem Engagement ins Leben gerufen.